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Archive für Mai 2011

39. GutsMuths-Rennsteiglauf am 21.05.2011

…wieder ein einmaliges Erlebnis. Der Rennsteiglauf ist der größte Crosslauf Europas und gewiss einer der schönsten. Er führt über den Kammweg des Thüringer Waldes. Gute Verpflegung, liebevolle Betreuung, Herzlichkeit und eine nahezu perfekte Organisation, sind die Markenzeichen dieses Laufes und es werden keine Start-und Siegerprämien gezahlt.14.335 Teilnehmer aus 35 Nationen und allen 5 Erdteilen, davon 2.054 Teilnehmer beim Supermarathon über 72,7 Kilometer von Eisenach; 2.900 beim Marathon über 43,5 Kilometer ab Neuhaus am Rennweg und 5.909 über den Halbmarathon von 21,1 Kilometer ab Oberhof. Der Halbmarathon hat den anspruchsvollen Reiz, dass nach 7 Kilometern die höchste Steigung des Rennsteigs der Große Beerberg mit 982,9 Metern zu überwinden ist. Gemeinsames Ziel für alle Disziplinen ist Schmiedefeld. 

Erstmalig 1988, also vor der Wende, war ich dabei, seinerzeit war der Start des Supermarathon an der “Hohen Sonne” bei Eisenach; lang, lang ist’s her. Seitdem gehört diese sympathische Veranstaltung zu meinem jährlichen Programm, es sei denn, der Muskelfaserriss am 23.03.2010 unterbrach diese Planungen. Weshalb ich dem 1.Startblock  in Oberhof zu geteilt wurde, keine Ahnung. Jedenfalls war ich seit 4:00 Uhr auf den Beinen. Von unserem Quartier in Stützerbach mit dem PKW zu den Zubringerbussen nach Schmiedefeld, um dann pünktlich um 07:30 Uhr im besagten Startblock dabei zu sein. Nach 3 Kilometern auf der Bundesstraße geht’s dann links ab auf den historischen Wanderweg, buchstäblich über Stock und Stein. Bergauf und bergab auf schmalen Schotterwegen, über den Großen Beerberg und vorbei am Gasthaus Schmücke. Ab Kilometer 16 noch mal richtig über eine lange Strecke bergauf, mit steilen Kurven, scheinbar endlos…!

Nach 1:48:13 Stunden bin ich am Ziel, vor mir 892 Laufkonkurrenten. Davon 5 aus der Altersklasse M 65. Also ich bin von 5.881 Finishern im Halbmarathon 893. geworden. Die Frage, die sich weiter stellt, wieviel Finisher stellen die Altersklassen 65 M & W? Es waren genau 20 Frauen. Siegerin wurde Annettte Schmidt, W 65, USV Jena in 1:51.11 Stunden! Bei den Männern sind sage und schreibe in der AK M 65,  148 durchs Ziel in Schmiedefeld gekommen, eine absolute Ausnahme. Sieger wurde Bernd Butgereit ESV LOK Potsdam in 1:37:51 Stunden. Die absolut Schnellsten waren Sven Weyer SG Spergau in 1:09:35 Stunden und Helene Jacob SV Rotterode in 1:27:21 Stunden.10 Stunden später: 3.000 Personen im Festzelt in Schmiedefeld bei Lifemusik und Köstritzer Bier und ich mitten drin……! 

Dieter

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6. Pusdorfer Volkslauf am 1. Mai 2011

Also, “Pusdorf”, was ist das und wo liegt der Ort, der am “Tag der Arbeit” seinen 6. Volkslauf durchführt. Die Insider sagen nie Woltmershausen, sondern nur Pusdorf. Pusdorf ist also ein Stadtteil von Bremen. Woher der Name kommt, darüber streiten sich die Gelehrten. Die Insider glauben nicht, dass der Stadtteil nach dem Wind benannt wurde, der dort so pustet. Namensgeber war wohl eher der Bauer Poos, der dort mal vor Jahr und Tag einen riesigen Hof hatte. Gemerkt haben wir Läufer nur die erste Variante der Namensgebung, den frischen Wind von der Weserseite.

Insgesamt waren 369 Walker und Läufer der Einladung gefolgt und alle waren am Schluß begeistert. Los ging es mit dem Kinder -und Schülerlauf. Danach umrundeten zahlreiche Nordic Walker, den Start -und Zielbereich, die Hanseatenkampfbahn. Gegen Mittag wurde dann der Startschuß für zwei weitere Läufe gegeben, die sich an alle Altersklassen richteten. Fetzige Musik in den Pausen und ein qualifizierter fachkundiger Sprecher am Mikrofon, wie man ihn selten auf Volksläufen findet. Mein Lauf, mit 121 Startern über 10.000 Meter, wurde um 12:15 auf die Strecke geschickt. Zwei Stadionrunden und dann ging’s ins Grüne, durch das  Naherholungs -und Parzellengebiet, Richtung Landmann-Tower, aber da zwischen war noch die Weser, von der pustete der Wind. Entlang der Weser, auf den Weserdeich und auf der Rabelinghauser Straße zurück zur Hanseatenkampfbahn und das Ganze viermal. Der Schnellste auf der Strecke über 10 Kilometer war Ingo Müller (M 30) vom Marathon Club Bremen in 35:07,2 Minuten. Andrea Siebert-Reitenbach (W 40) von der BSG Sparkasse Bremen war mit 46:45,4 Minuten die schnellste Frau.

Ich war der Einzige an diesem Tage, der unsere Vereinsfarben vom Lauftreff des SV Hepstedt/Breddorf vertreten hat. Konnte ich noch beim Vegesacker City Lauf Günther Hagedorn von  den Seaportcityrunners, hinter mich lassen und eine “Siegertorte” in Empfang nehmen, so hatte er an diesem Tage mit 49:53,7 Minuten, deutlich mir gegenüber die Nase vorn. Meine 54:18,6 Minuten reichten nicht für einen Sieg in der Altersklasse M 65, sondern für den 2. Platz. Und dann kam der Erfrischungsstand, mit Getränkeauswahl, Bananen, Weintrauben, Melonen und..und…und. Eine wunderschöne beispielhafte und sonnige Volkslaufveranstaltung.

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Foto: emsn/Christina Klinghagen

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