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Archive für 21.10.2009

Wo Kraniche trompeten, Hirsche röhren und Jogger laufen


7. Nationalparklauf im “Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft”

Kraniche

Das ist die bezaubernde Landschaft zwischen Ostsee und Bodden; genau der Landstrich, wo am 10. Oktober die Laufwettkämpfe über 10, 5 Kilometer, Halbmarathon, Bambinilauf von 1.000 Meter am Strand und Nordic Walking über 10,5 Kilometer stattfanden.Vorab hatten wir 2 Wochen das Flair von Wieck mit seinen Reet gedeckten Häusern, den sonnendurchfluteten Wiesen , die rauschenden Schilfflächen am Bodden und das kulturelle Angebot der “Arche” genossen.

Mit den Rädern, ich zum Teil per pedes, haben wir auf den Rad- und Wanderwegen den Darßer Urwald bis zum Nord- und Weststrand der Ostsee durchstreift. Mit Fernrohren in den Abendstunden vom Deich und Schiff, das Einfliegen der Kraniche mit einer Flügelspannweite von 2,20 Meter und einer Größe von 1,20 Metern , die ihr Kommen durch trompetenartige Signale ankündigten, von den Nahrungsplätzen zu den Schlafplätzen, sowie die Brunft des Rotwildes, mit ihrem gespenstischen Röhren vom Hochsitz, genossen.

Am letzten Urlaubstag, die gepackten Koffer im und die montierten Fahrräder am Auto befestigt, ging es dann zum 6 Kilometer entfernten Prerow, zur Sportveranstaltung. Mit scharfen Wind von See her, starteten zuerst die Halbmarathonis. Wir, die nur 10.500 Meter in Angriff nehmen wollten, bildeten eine Gasse und mit musikalischen Schwung der Kapelle und unserem Applaus besonders motiviert, gingen sie auf die Strecke.

Am Start habe ich dann noch mit einem “jungen Mann” aus St. Gallen geplaudert und ihm von meinem einzigen Lauferlebnis in der Schweiz in den 80 er Jahren, dem „Murten-Lauf“ über 16,5 Kilometer, von Fribourg nach Murten berichtet. Besonders in Erinnerung deshalb, weil der letzte Kilometer ins Ziel stramm bergauf ging. Aber zu den besonderen Tücken von letzten Kilometern noch später. In der AK M 40 wurde er später mit 41:17 Minuten Vierter; sein Sohn bei den Schülern in 44:44 Minuten Erster. Der Apfel fällt bekanntlich……, genau! Dann ging auch für uns die Post ab; zunächst auf einen Deich zwischen Bodden & Ostsee, dann durch den Darßer Urwald, auf weichen aber immer wieder mal ansteigenden Waldwegen, wieder auf den Deich und dann bei Kilometer 9, links ab, runter vom Deich an den Strand und das war der absolute Hammer, durch den losen Sand, mit Ziel “Prerower Seebrücke”. Fast den gesamten Lauf hatte ich einen AK-Konkurrenten mit hässlichem Hawaii-Shirt vor mir im Visier, ich wollte eigentlich vor ihm die Ziellinie überqueren. Jetzt war es einfach zu spät, der Geist war willig, doch das Fleisch war schwach, ich bekam einfach die Knie nicht mehr hoch. Soweit mal wieder ein Erlebnis über einen letzten Kilometer, das Bild verdeutlicht alles. So reichte es nur zum 4. Platz in 52:03 Minuten; 29 Sekunden schneller und ich hätte einen riesigen Strohballen erklimmen müssen, als Treppchenersatz.

Für alle Finisher gab es eine vorzügliche “Prerower Fischsuppe” includet. Sieger wurde Wolfgang Mosel, Laufgruppe Boitzenburg, M 45, in 35:55 Minuten; von den Frauen war Carmen Siewert, Greifswalder SV, W 35, in 37:53 Minuten als Erste wieder an der “Prerower Seebrücke”. Was mir auffiel, die guten Ergebissen der s.g. Älteren. Sieger in meiner AK M 65, Jürgen Raupach, SV Post-Telekom Schwerin in 44:28 Minuten; Sieger in AK M 70 Dietrich Mattke aus Stralsund in 46:57 Minuten.

Fazit: Eine erlebnis -und abwechselungsreiche, gut organisierte Laufveranstaltung; mit der Empfehlung an alle Fitnessenthusiasten: Macht Urlaub Ende September, Anfang Oktober auf dem Darß und nehmt teil an dieser schönen und familiären Sportveranstaltung.

Dieter Cossen

fischsuppe.jpg  kurzvormziel.jpg  start.jpg  streckeamstrand.jpg

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