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Archive für Oktober 2009

Hitzacker Herbsthärte

ELBE-JEETZEL-ZEITUNG vom 27. Oktober 2009 (Zwei Artikel)
“Kein Lauf für Lutscher“
Ole Marggraf geschwächt nur Zweiter - Guter Hunger

Hitzacker
(koo). Die über 110 Stufen den Weinberg in Hitzacker hinauf - sie sind schon oft Läufern schmerzhaft in Erinnerung ge-
blieben. Bei der 18. Hitzacker-Herbst-Härte sind sie am Sonntag Ole Marggraf unangenehm in Erinnerung geblieben. Bis zum
Weinberg lag der früher für die TSV Hitzacker und seit Januar für die LG Braunschweig startende Marggraf mit dem späteren
Sieger Ralf Härle vom VfL Börnsen gleichauf. Der hatte schon rund eineinhalb Kilometer vor dem Ziel trotz offener Schnürsenkel an
einem Schuh weiter Gas gegeben. Und am Weinberg hörte der 45-jährige Zimmermann nicht auf, flog die Stufen fast hoch, währ-
end Marggraf abreißen lassen musste. Ein Magen-Darm-Virus vor einigen Tagen hatte ihn entscheidend geschwächt, am Berg
hatte er nichts mehr zuzusetzen. Und so konnte der gegenüber Marggraf 25 Jahre ältere Härle nach genau 39 Minuten mit 15 Se-
kunden Vorsprung auf Marggraf locker ins Ziel laufen.
..

… So könnte auch mein Bericht über die Herbsthärte lauten - Nur das ich schon am zweiten Berg zum Walken übergehen mußte. Dieser 10km Lauf macht seinen Namen alle Ehre: Meine 53:51 waren sauer erkämpft - Spass hat es trotzdem gemacht. Entschädigt wird man mit wunderbaren Ausblick über die Elbauen. Ich jedenfalls werde nächstes Jahr den Wahnsinn wieder auf mich nehmen. Mal sehen ob ich den einen oder die andere von diesem wunderbaren Lauf überzeugen kann.

Weitere Infos unter: http://www.herbsthaerte-hitzacker.de/

Körner - Currywurst - Kenia

Kabarett mit Olympiasieger Dieter Baumann

Laufgruppe mit Dieter Baumann Als Mitglied des einzigen intellektuellen und kulturinteressierten Lauftreffs des SV Hepstedt/Breddorf stellte sich Dieter Cossen auf der Bühne des ausverkauften Heimathauses in Visselhövede vor. Zuvor wurde er vom Vorsitzenden des Kulturvereins “EigenArt” Ralf Struck, auch zur Überraschung seiner 11 mit angereisten Lauffreunde, auf die Bühne gebeten, um seinen 18 zeiligen Reim vom Joggerglück zum  besten zu geben. Natürlich nutzte er die Gelegenheit um dabei auf “Wilstedt bei Nacht” und den “Ummel-Lauf” hinzuweisen, waren doch viele Aktive, unter ihnen auch der läuferisch starke Landrat Hermann Luttman mit Ehefrau, der nieders. Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann im Saal. Mit Applaus wurde der Wilstedter für seine unprogrammäße Zugabe verabschiedet.

“Nur wenige Läufer schafften bisher die 5.000 Meter unter 13 Minuten, einer von ihnen ist Dieter Baumann”, mit diesen Worten wurde der Olympiasieger von 1992 über 5.000 Meter begrüßt. Bevor jedoch die Lauflegende auf die Bühne kam, hörte man die Bandaufnahme vom Olympiasieg 1992.

Dieter Baumann war allerdings in einer ganz anderen Funktion in die Heidestadt gekommen. Der 44 jährige Schwabe präsentierte sein Bühnenprogramm  Körner, Currywurst, Kenia , über Laufen, Leben Laster und Luscht  als Kabarettist.

Wir waren nicht ohne Skepsis angereist, wir wußten nicht was uns erwartet, aber Baumann erwies sich als begnadetes Erzähl- und Darstellungstalent, hatte im Eiltempo das Publikum auf seiner Seite und plauderte locker von seinen weltweiten Erlebnissen als Sportler. Oft wird er schräg von der Seite angesprochen, wenn er mal den Aufzug nimmt: “ Dabei wurden die Rolltreppen und der Fahrstuhl nur für uns Läufer erfunden, um mal auszuruhen”, stellte Baumann fest und berichtete im gleichen Atemzug von Begebenheiten im Trainingslager in Nihau, Kenia, der einzigen BP-Tankstelle dort, die an ein Boxenstopp erinnerte, seinen Laufwurzeln im TSV Blaubeuren, wo sein Vater als Trainer aktiv war und seiner Begegnung mit dem marokkanischen Wunderläufer und Asketen Said Aouita. Der Olympiasieger verriet mit seinem charmanten  schwäbischen Dialekt, von der Luscht  des Biergenusses. “Ich habe die Biere der Welt geteschtet,  damit hat sich meine Karriere auf jeden Fall gelohnt” und stellte dabei fest, daß Bier als Nahrungsmittel zählt.

Baumann ging auch zynisch auf die Gesundheitsstudien ein:”…….in der wir Bundesbürger endlich mal als Spitzenreiter vorne liegen, weil mehr als 50 Prozent zu dick sind.” Zwischendurch forderte er das Publikum immer wieder zu sportlichen Aktivitäten auf, um den Puls in die Höhe zu treiben. Marathonläuferin Tina Wilkens, Bestzeit 3:06 Stunden, die im Publikum saß, bekam sogar einen Olympiatrainingsplan überreicht. Eingebettet in eine Strippeinlage berichtete er von notwenigen  Ausrüstungsgegenständen, die ihn von Fachberatern   auf einer Marathonmesse, vom Nasenpflaster, Kopfmassagegeräten, Stützstrümpfen bis zu Vitamingels, die geteilt, unter die Oberlippe geklemmt werden sollte  n,  als unbedingt notwendig angeboten wurden!!!!

Zum Abschluß nahm der anerkennende Applaus kein Ende; ein locker, leichter und fröhlicher Abend, der richtige Auftakt zum Wochenende, eine gelungene Veranstaltung.

Dieter mit Dieter      Dieter mit Dieter

Wo Kraniche trompeten, Hirsche röhren und Jogger laufen


7. Nationalparklauf im “Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft”

Kraniche

Das ist die bezaubernde Landschaft zwischen Ostsee und Bodden; genau der Landstrich, wo am 10. Oktober die Laufwettkämpfe über 10, 5 Kilometer, Halbmarathon, Bambinilauf von 1.000 Meter am Strand und Nordic Walking über 10,5 Kilometer stattfanden.Vorab hatten wir 2 Wochen das Flair von Wieck mit seinen Reet gedeckten Häusern, den sonnendurchfluteten Wiesen , die rauschenden Schilfflächen am Bodden und das kulturelle Angebot der “Arche” genossen.

Mit den Rädern, ich zum Teil per pedes, haben wir auf den Rad- und Wanderwegen den Darßer Urwald bis zum Nord- und Weststrand der Ostsee durchstreift. Mit Fernrohren in den Abendstunden vom Deich und Schiff, das Einfliegen der Kraniche mit einer Flügelspannweite von 2,20 Meter und einer Größe von 1,20 Metern , die ihr Kommen durch trompetenartige Signale ankündigten, von den Nahrungsplätzen zu den Schlafplätzen, sowie die Brunft des Rotwildes, mit ihrem gespenstischen Röhren vom Hochsitz, genossen.

Am letzten Urlaubstag, die gepackten Koffer im und die montierten Fahrräder am Auto befestigt, ging es dann zum 6 Kilometer entfernten Prerow, zur Sportveranstaltung. Mit scharfen Wind von See her, starteten zuerst die Halbmarathonis. Wir, die nur 10.500 Meter in Angriff nehmen wollten, bildeten eine Gasse und mit musikalischen Schwung der Kapelle und unserem Applaus besonders motiviert, gingen sie auf die Strecke.

Am Start habe ich dann noch mit einem “jungen Mann” aus St. Gallen geplaudert und ihm von meinem einzigen Lauferlebnis in der Schweiz in den 80 er Jahren, dem „Murten-Lauf“ über 16,5 Kilometer, von Fribourg nach Murten berichtet. Besonders in Erinnerung deshalb, weil der letzte Kilometer ins Ziel stramm bergauf ging. Aber zu den besonderen Tücken von letzten Kilometern noch später. In der AK M 40 wurde er später mit 41:17 Minuten Vierter; sein Sohn bei den Schülern in 44:44 Minuten Erster. Der Apfel fällt bekanntlich……, genau! Dann ging auch für uns die Post ab; zunächst auf einen Deich zwischen Bodden & Ostsee, dann durch den Darßer Urwald, auf weichen aber immer wieder mal ansteigenden Waldwegen, wieder auf den Deich und dann bei Kilometer 9, links ab, runter vom Deich an den Strand und das war der absolute Hammer, durch den losen Sand, mit Ziel “Prerower Seebrücke”. Fast den gesamten Lauf hatte ich einen AK-Konkurrenten mit hässlichem Hawaii-Shirt vor mir im Visier, ich wollte eigentlich vor ihm die Ziellinie überqueren. Jetzt war es einfach zu spät, der Geist war willig, doch das Fleisch war schwach, ich bekam einfach die Knie nicht mehr hoch. Soweit mal wieder ein Erlebnis über einen letzten Kilometer, das Bild verdeutlicht alles. So reichte es nur zum 4. Platz in 52:03 Minuten; 29 Sekunden schneller und ich hätte einen riesigen Strohballen erklimmen müssen, als Treppchenersatz.

Für alle Finisher gab es eine vorzügliche “Prerower Fischsuppe” includet. Sieger wurde Wolfgang Mosel, Laufgruppe Boitzenburg, M 45, in 35:55 Minuten; von den Frauen war Carmen Siewert, Greifswalder SV, W 35, in 37:53 Minuten als Erste wieder an der “Prerower Seebrücke”. Was mir auffiel, die guten Ergebissen der s.g. Älteren. Sieger in meiner AK M 65, Jürgen Raupach, SV Post-Telekom Schwerin in 44:28 Minuten; Sieger in AK M 70 Dietrich Mattke aus Stralsund in 46:57 Minuten.

Fazit: Eine erlebnis -und abwechselungsreiche, gut organisierte Laufveranstaltung; mit der Empfehlung an alle Fitnessenthusiasten: Macht Urlaub Ende September, Anfang Oktober auf dem Darß und nehmt teil an dieser schönen und familiären Sportveranstaltung.

Dieter Cossen

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Stadtwerke Halbmarathon in Zeven

SV Eintracht Hepstedt / Breddorf Läufer in bestechender Form

Trotz des widrigen und wechselhaften Wetters absolvieren alle Läufer die 10km und den Halbmarathon erfolgreich.

So kamen Nicola Bätje bei Ihrem ersten 10km Wettkampf mit einer Klasse Zeit von 57:03 und Marius van Wijlick mit dem ersten Platz in der MJB 43:11 ins Ziel.

Beim Halbmarathon startete aufgrund der Landesmeisterschaften von Bremen und Niedersachsen die Niedersächsische und Bremische Laufelite. Vom Lauftreff gingen Stefanie Schriefer, Hans-Peter Henning, Uwe Schnackenberg , Lüder Busekros, Hans-Jürgen Erdtmann, Rainer Schröder und Carsten Glinsmann an den Start.

Hans-Peter und Uwe liefen ihren ersten Halbmarathon in 1:55 bzw. 2:01 - Herzlichen Glückwunsch!

Carsten hat sich selbst übertroffen, indem er sich mit persönlicher Bestzeit und neuem MK35 Kreisrekord von 1:15:07 den 3. Platz bei den Landesmeisterschaften in der MK35 sicherte.

Allen Läufern Herzlichen Glückwunsch zu ihren TOP Leistungen!

Hier gehts zu den genauen Ergebnissen

>> 10km-Lauf (Einzelwertung) m<< 

>> 10km-Lauf (Einzelwertung) w<< 

>> HM (Einzelwertung) w<< 

>> HM (Einzelwertung) m<<

>> Landesmeisterschaften AK<<

Jetzt aber noch ein paar schöne Eindrücke von unseren Läufern und Ihrem Supporting Team

Liebe GrüßeAndrea

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Nach Otersen schwimmen oder 20 Kilometer weiter über die Brücke

Familiärer, toll organisierter Crosslauf am Rande des Landkreises Verden.

Das war die Antwort eines Anwohners aus Westen, als ich nach dem Weg nach Otersen fragte; nun ist Otersen nun auch nicht gerade bekannt als Metropole. Ich hatte mich in Verden für die falsche Allerseite entschieden und mußte dann, weil ich nicht schwimmen wollte, über Rethem fahren, da war erst die nächste Brücke.
Es war der 2. Crosslauf den der Lauftreff des TSV Grün-Weiß Otersen, mit Start und Ziel im Waldgebiet “Kirchenbruch”, durchführte und das mit Erfolgt. Mit 134 Teilnehmern, so der Veranstalter, wurde die Anzahl des Vorjahres überschritten. Es waren auch einige Läufer aus der hiesigen Umgebung am Start. Florian Franz, TUS Tarmstedt gewann die AK M 30 über 10 Kilometer in 42:24 Minuten. Teilnehmer aus Bothel und Bremen zeigten sich auch überrascht von dem allgemeinen positiven Flair dieser Veranstaltung, unterstützt
durch einen sonnigen Sonntag. Überrascht und erschrocken war ich, als 2 ausgewachsene Damm-Hirsche mit einer Geweihspanne von ca. 1,20 Meter meinen Weg beim Einlaufen kreuzten. Keine Seltenheit, wie mir ein Streckenposten erklärte.
Das Streckenangebot: 5 km Walking/Nordic Walking; 2,5; 5 und 10 Kilometer Crosslauf. Ich war mit meinem  Start um 11.40 Uhr dran; 2 Runden durch den Kirchenbruch auf sandigen, zum Teil leicht ansteigenden Wald -und Wiesenwegen, auch durch eine Moorlandschaft. Kurz vor dem Start hatte ich noch “diplomatische Beziehungen” zu einem Läufer aufgenommen, wo ich dachte, der könnte zur engeren Konkurrenz gehören und ich lag nicht ganz falsch, weil die AK M 60 und 65 in einen Wertungstopf geschmissen wurden.
Jan Ociepka, Jahrgang 1945,  gebürtiger Pole kam aus Walsrode, vom Lauftreff Kirchboitzen, ein netter Kerl, der mich dann auch später zu “seinem” 4. Boitzer Herbstlauf am 25. Oktober in Kirchboitzen eingeladen hat. Ehrensache ihm dann auch unseren Ummel-Lauf in 2010 ans Herz zu legen. Auf der Zielgeraden haben wir uns noch einen Spurt um Platz
1 hinlegen müssen. Ich hatte gedacht, Jan hat mich um nasenspitzen Länge besiegt. Die “Wettkampfrichter” hatten meine Nase offenbar vorn gesehen, das mich später noch ein “Siegerbier” gekostet hat und die Zeitnahme…..na ja! Für mich in 49:16 Minuten und Jan in 49:33 Minuten kann nicht ganz hinkommen, so lang sind unsere Nasen doch nicht oder?
Bis zur Siegerehrung gab es es dann im sonnigen Innenhof der nahe gelegenen Vereinsgaststätte ein Salatbüfett der Lauftreff-Damen vom Feinsten für den Teller “randvoll” einschließlich Butter -und Mohnkuchen für nur € 3,50. Der Vereinswirt hat sich auch nicht lumpen lassen und große Suppenterrinen mit  Niedersachsensuppe für nur € 6,- angeboten. Ein schöner Tag, mit kürzerem Rückweg nach Wilstedt.
Dieter Cossen
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