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Rennsteiglauf 2009 in Thüringen

….und ich war mittendrin!

Beim Abholen der Startunterlagen zum Halbmarathon in Oberhof wollte ich es nicht glauben, ich war dem 1. Startblock zugeteilt; unmittelbar hinter den Eliteläufern. Ein kleiner Vorteil, bei der Rekordanmeldung von 6.081 Teilnehmern.
Seit 05.15 Uhr war ich am Lauftag auf den Beinen, zeitig Frühstücken und dann hat Ellen mich mit dem PKW von Stützerbach nach Schmiedefeld gebracht; Abfahrt der Zubringerbusse um 06.15 Uhr zum Startort des Halbmarathons nach Oberhof.
Startschuß um 07.30 Uhr durch den Thüringischen Ministerpräsiden Dieter Althaus, der sonst immer mitläuft und aus bekannten gründen noch nicht wieder fit ist und auch später in Schmiedefeld im Zielbereich zu sehen war.
Die Strecke war nicht neu für mich, die ersten 1,5 Kilometer auf der Bundestraße und dann wie gehabt auf den Wanderweg buchstäblich in den Thüringer Wald. Dann wie gehabt geht es gleich zur Sache, bergauf, auf total aufgeweichtem Boden. Ein Regenguss in der Nacht hatte die Wege aufgeweicht.
Bei Kilometer 7,1 hatte ich dann den höchsten Punkt auf der 21,1 Kilometerstrecke mit 973 m NN erreicht; das war ein Unterschied von 143 m gegenüber dem Start. Kurz vor “Schmücke” dann knöcheltiefer Morast und dann wie alle Jahre, bei “noch 8 km” kurz nach nach “Schmücke, der Verpflegungsstation, stramm über bestimmt 1 Kilometer bergauf und auch alle Jahre wieder “…..Dieter, das war das letzte Mal”! Alle, so sehr von sich überzeugten vermeindlichen Lauf-Greats sollten sich erstmal auf dem Rennsteig beweisen.
Ja, und dann kam das Ziel, mit vielen, vielen begeisterten Zuschauern und ich war froh und glücklich, es geschafft zu haben. Nach Cola und Bier bin ich dann quer durch den matschigen Wald auf die Wiese gegangen und habe meinen Kleiderbeutel, den fleißige Helfer, nach Startnummern geordnet, von Oberhof, hier nach Schmiedefeld gebracht hatten, geholt.
Auch wer dem Sport nicht viel abgewinnen kann; Hut ab vor dieser logistischen Meisterleistung “Organisation Rennsteiglauf”.
Inzwischen hatte mich Ellen auch gefunden und wir machten uns auf den Weg zum Köstritzer Bier und Knödelsuppe, natürlich all include, auf dem Rückweg durch den Wald, lief mir buchstäblich Heiner Keuntje aus Worpswede über den Weg, mit ihm habe ich damals (1990?) erstmalig am Rennsteiglauf teilgenommen; ich am Supermarathon von Eisenach und Heiner am Marathon von Neuhaus nach Schmiedefeld. Heiner gehört zu meiner Altersklasse. Er hatte mit 2:14:25 Stunden, in M 65 den 85. Platz; ges. 3.272. Platz erreicht. Auf den Weg zum Essen und Trinken hatte Ellen sich für mich die Urkunde ausdrucken lassen. Mit einer Zeit von 1:47:34 Stunden habe ich in der AK 65 den 4. Platz von 185 Finishern in M 65 erreicht. Von insgesamt 6.058 die das Ziel erreichten war das für mich Platz 907.
Sieger wurde der Kenianer Paul Thou vom TV Bitterfeld in 1:10:02 Stunden.
Ab 20.00 Uhr gings dann zum Feiermarathon, eine Zeltfete mit ca. 2.500 Rennsteig-Fans und Lifemusik.
Dieter

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